Allgemeine Informationen

Bei der Wirbelsäule handelt es sich um das bewegliche Achsenskelett des menschlichen Körpers. Es wird umgangssprachlich auch als Rückrad bezeichnet. Die Verbindung zwischen dem Gehirn und den einzelnen Körperregionen stellt das Rückenmark dar, das im Inneren der Wirbelsäule, im Wirbelkanal verläuft.

Die Wirbelsäule besteht aus 33–34 Wirbelknochen besteht. Hierzu gehören 7 Hals- (Zervikalwirbel), 12 Brust- (Thorakalwirbel) und 5 Lendenwirbel (Lumbalwirbel), dem Sakrum (5 Sakralwirbel) und dem Steißbein. Dazwischen liegen die Zwischenwirbel- oder Bandscheiben (lateinisch: Disci intervertebrales), die durch Bandverbindungen und kleine Wirbelgelenken stabilisiert werden. Sie dienen als Puffer oder Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln. Auf diese Weise wird das empfindliche Gehirn vor größeren Erschütterungen, z. B. beim Laufen, bewahrt. Die Wirbelsäule hat vielfältige Bewegungsmöglichkeiten, zum Beispiel Drehen, Strecken oder Beugen. Die Wirbelsäule seitlich betrachtet zeigt über den gesamten Verlauf eine S-Form.

Viele Menschen sind an der Wirbelsäule erkrankt. Meist ist die Ursache die Abnutzung (Degeneration) der Wirbelsäule. Dem kann man mit gezieltem Training der Rückenmuskulatur vorbeugen, zum Beispiel mit Hilfe von Thera-Bändern. So können Beschwerden schnell gelindert werden. Wenn die Probleme jedoch länger andauern, so ist ein Besuch beim Orthopäden sinnvoll, sonst werden die Schmerzen chronisch, wie das leider schon bei 60 % der Patienten der Fall ist. Manchmal hilft auch nur noch die Operation, um die Beschwerden wie im schlimmsten Fall einen Bandscheibenvorfall loszuwerden. Die in der Vergangenheit oftmals verordnete Massage kommt jedoch immer weiter ins Hintertreffen, da sie offenbar lediglich die Symptome lindert, jedoch die Ursache nicht behandelt.

Das Halswirbelsäulen-Syndrom (HWS), das Brustwirbelsäulen-Syndrom (BWS) oder das Lendenwirbelsäulen-Syndrom (LWS) sind keine Erkrankungen im medizinischen Sinne, sondern beschreiben lediglich die Abschnitte der Wirbelsäule, die schmerzen. Ursache hierfür sind in erster Linie stärker angespannte Muskeln, wodurch sich die Bandscheiben nicht mehr ausreichend erholen und sind ein Ausdruck dafür, dass die innere Balance zwischen Spannung und Entspannung gestört ist. Am bekanntesten sind hier Hexenschuss, Ischias und Bandscheibenschaden. Während der Hexenschuss, plötzlich auftretende Kreuzschmerzen, oft beim Bücken oder Drehen entsteht und eine Verspannung der Muskulatur darstellt, strahlt der tiefer sitzende Schmerz ins Gesäß bis hin zu den Füßen. Betroffen sind besonders durchsetzungswillige, karrierebewusste Männer zwischen 25 und 45 Jahren.

Bei Jugendlichen entsteht durch die kaum schmerzhafte Scheuermann’sche Krankheit (Morbus Scheuermann) ein ausgeprägter Rundrücken. Hierbei ist die Verknöcherung der Wirbel gestört. Als Skoliose bezeichnet man eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung um die Längsachse, deren Ursache unbekannt ist. 2-4 % der Menschen und fällt mit etwa 13-14 Jahren an.