Bänder und Bandscheiben der Wirbelsäule

Zwischenwirbelscheiben (latein. Intervertebral disk), stellen den Puffer zwischen den Wirbelkörpern dar. Aufgebaut sind sie aus bindegewebigen Anteilen und einem knorpeligen Außenring (latein. Annulus fibrosus). Im Inneren der Bandscheibe findet sich ein weicher Kern aus gallertartiger Masse, der Nucleus pulposus. Wichtigste Aufgabe der Bandscheibe ist das Abfangen von Erschütterungen und Stößen, die auf die Wirbelsäule wirken. Außerdem werden dadurch die Wirbelkörper auch beweglich. Die doppelte S-Form der Wirbelsäule wirkt überdies wie eine Feder, damit die Kräfte übertragen werden und die Wirbelsäule nicht zerstören können.

1. und 2. Halswirbel bilden das Atlanto-Axial-Gelenk und sind anders aufgebaut; sie haben auch keine Bandscheiben. Ebenso haben die Kreuz- und Steißbeinwirbel keine Bandscheiben zwischen den Bereichen, die verschmolzen sind.

Kräftige Bänder, die sich über die gesamte Wirbelsäule ausdehnen, sorgen für ein Maximum an Stabilität und Beweglichkeit der Wirbelsäule . Ein weiteres Band in diesem Bereich sind das vordere Längsband, welches Bauchraum und Wirbelsäule stabilisiert. Der vordere Wirbelkanalbereich wird durch das hintere Längsband ausgekleidet. Es verläuft über den Flächen der hinteren Wirbelkörper. Zwischen den jeweiligen Wirbelbögen verläuft das gelbe Band, das Ligamentum (Lig.) flavum. Die Querfortsätze der einzelnen Wirbel mit den Zwischenquerfortsätzen werden durch ein Band-System verbunden; ein weiteres dient der Verbindung der Dornfortsätze und damit der Rückseiten der Wirbel. Darüber hinaus verläuft ein Band über sämtlichen Dornfortsätzen und stabilisiert und stützt die Wirbelsäule von hinten. Eine weitere Stütze bekommen Wirbelsäule und sämtliche Bänder und Bandsysteme durch die Rückenmuskulatur. Wenn alle Bereiche miteinander harmonieren und gemeinsam wirken können, bleibt die Elastizität und die Stabilität der Wirbelsäulenstrukturen erhalten bei problemloser Beweglichkeit in alle Richtungen, speziell auch Drehbewegungen.