Morbus Bechterew

Symptome

Zwischen dem 25. und 35., sehr selten nach dem 40. Lebensjahr, treten die ersten Symptome von Morbus Bechterew (MB) auf. Der Morbus Bechterew zählt zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises mit mehr als 400 Erkrankungen mit den unterschiedlichsten Symptomen. Es gibt heute schon sehr gute Erkenntnisse in der Medizin, und eine frühe Diagnose und individuelle Therapie sind sehr wichtig, um vor allem jungen Menschen ein langes Leben mit guter Lebensqualität zu sichern. Aber sehr oft wird Morbus Bechterew nicht rechtzeitig diagnostiziert.

Das bedeutendste Symptom von Morbus Bechterew ist der in der Nacht in Ruhelage auftretende Kreuzschmerz, der die Patienten nicht schlafen lässt, und erst nach dem Aufstehen und Herumgehen ein Nachlassen des Schmerzes bewirkt. Am häufigsten ist die Wirbelsäule betroffen, aber trotz aller Fortschritte kann man die Ursachen des Morbus Bechterew nicht beseitigen, die darin liegen, dass das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift.

Was kann man dagegen tun?

Wohl aber können die Entzündungen mit Medikamenten bekämpft und somit die Schmerzen gelindert werden Wesentlich bei der Therapie ist Bewegung, Bewegung und nochmals Bewegung, wobei vor allem die Wirbelsäule und der Brustkorb aufgerichtet und gedehnt werden sollen. Alle Bewegungen sollten mittels erfahrener Physiotherapeuten oder mit anderem geschulten Personal durchgeführt werden. Manche Morbus Bechterew Patienten schwören auch auf Yoga.

Was die Ernährung angeht, so ist es empfehlenswert, die tierischen Fette zu reduzieren, aber öfters zu fettem Seefisch mit hohem Omega-3-Säureanteil zu greifen. Sehr gut geeignet sind auch die Vitamine D, E und C. Auch auf Milchprodukte kann man getrost zugreifen. Besonders ratsam ist es, Sojaprodukte zu verwenden. Was das Rauchen betrifft, so wird angenommen, dass es sich ungünstig auf den Verlauf der Entzündungen und Versteifungen auswirkt. Also Hände weg vom Glimmstängel!

Ist die Krankheit schon sehr weit fortgeschritten, kann die versteifte Wirbelsäule des Patienten mittels einer Operation wieder in eine aufrechtere Haltung gebracht werden. Bei Hüftgelenkbeschwerden ermöglicht ein neues Hüftgelenk eine bessere Lebensqualität. Die beste Prophylaxe ist dennoch gesunde Ernährung, Nichtrauchen und viel Bewegung!